Proof of Concept POC ScriptRunner

ScriptRunner im Proof of Concept

Der Umgang mit PowerShell in der Administration sowie die Anwendung als Automatisierungssprache ist inzwischen weit verbreitet. Dennoch bestehen große Unsicherheiten bzgl. einer zentralen Verwaltung von Scripten, Richtlinien zur Ausführung von Scripten, Rechten und Sicherheit, Nachvollziehbarkeit, Delegationsmöglichkeiten und vielem mehr. Alles Gründe, um ScriptRunner im eigenen Umfeld zu testen. Dieser Beitrag zeigt auf, wie ein Proof of Concept ohne viel Aufwand vorbereitet und durchgeführt wird.

Testumgebung für ScriptRunner

Um ScriptRunner in einem Proof of Concept testen zu können, bedarf es nur wenige Systeme in Ihrer Infrastruktur. Im einzelnen werden benötigt:

  • Active Directory zur Anlage von wenigen Sicherheitsgruppen
  • virtuelle Maschine für den ScriptRunner Host in einer Windows Domäne sowie administrativen Zugriff
  • virtuelle Maschine als Zielsystem in einer Windows Domäne zum Ausführen von PowerShell-Testscripten sowie administrativen Zugriff
  • Client mit einem Web-Browser (IE11, Chrome, Firefox, Edge oder Opera)

Vorbereitungen

Bevor Sie ScriptRunner installieren können, müssen einige wenige Vorbereitungen getroffen werden.

Gruppen und Benutzer im Active Directory

Für die ordnungsgemäße Funktion der Rollen in ScriptRunner werden mindestens zwei Sicherheitsgruppen im Active Directory sowie ein administrativer Benutzer-Account und ein Standardbenutzer-Account benötigt.

  • Administrativer Benutzer-Account: Dieser sollte auch Administratorrechte auf der benötigten Test-VM haben. Wir empfehlen, Ihren persönlichen Admin-Account zu verwenden, sofern dieser über ausreichende Rechte verfügt.
  • Standardbenutzer-Account: Dieser benötigt keine administrativen Rechte. Wir empfehlen, Ihren persönlichen Standardbenutzer-Account zu verwenden.
  • Sicherheitsgruppe für ScriptRunner Administratoren: Legen Sie eine Sicherheitsgruppe an. Diese kann sich an Ihren Namenskonventionen ausrichten, z.B. „SR-Admins“. Nehmen Sie Ihren und ggfs. weitere administrative Benutzer-Accounts in diese Gruppe auf.
  • Sicherheitsgruppe für ScriptRunner Operatoren: Legen Sie eine Sicherheitsgruppe an. Diese kann sich an Ihren Namenskonventionen ausrichten, z.B. „SR-ServiceDesk“. Nehmen Sie Ihren und ggfs. weitere Standardbenutzer-Accounts in diese Gruppe auf. Es können auch bereits bestehende Sicherheitsgruppen für Operatoren verwendet werden.

Virtuelle Maschine für ScriptRunner Host

Es wird empfohlen, die Installation von ScriptRunner auf einer virtuellen Maschine vorzunehmen.

Die virtuelle Maschine benötigt folgende Grundeinstellungen:

  • Windows Server 2016 oder Windows Server 2012R2 als Member Server in einer Domäne
  • CPU: min. 2 Cores, produktiv 4
  • Speicher: min. 8 GB RAM und 64 GB Disk (SSD o.ä. bevorzugt)
  • .NET Framework 4.6 oder höher
  • Management Framework 5 mit PowerShell 5.1 (Standard bei Windows Server 2016)
  • WinRM Service ist aktiv
  • PowerShell Execution Policy und PowerShell Remoting ist eingeschaltet inkl. der Firewall Rules
  • Internet Explorer 11 mit gültiger eingetragener local intranet zone und deaktivierter enhanced security (im Server Manager)

Optional können Sie mittels Server Manager das Feature „Active Directory PowerShell Module“ aus der Featuregruppe Remoteserver Verwaltungstools -> Rollenverwaltungstools -> AD und DS Tools installieren.

Einrichtung der Web Server Rolle auf der VM

Die ScriptRunner Admin und Delegate Web Apps sind JavaScript-Anwendungen und lauffähig in Internet Explorer 11, Edge, Chrome, Firefox und Opera. Für die Verteilung der Web Apps an die Clients wird ein Web Server genutzt. Verwenden Sie für den Proof of Concept den IIS auf der ScriptRunner Host VM.

Installieren Sie über den Server Manager die Rolle „WebServer (IIS)“ mit den Verwaltungsprogrammen ohne weitere Zusatzfeatures.

Für den Proof of Concept verwenden Sie den IIS und die ScriptRunner Web Apps über HTTP. Vor einer späteren produktiven Nutzung können Sie den IIS und den Web Service von ScriptRunner Host einfach auf HTTPS rekonfigurieren.

Virtuelle Maschine für das Remote Management

Für die Ausführung von PowerShell-Scripten über PowerShell Remoting wird eine entsprechende zweite Testmaschine benötigt. Sie können dafür auch eine bereits vorhandene Testmaschine verwenden. Es werden in den ersten Funktionstests nur PowerShell-Scripte ausgeführt, welche keine Veränderungen am System vornehmen.

Die virtuelle Maschine und der Zugriff durch ScriptRunner benötigen folgende Grundeinstellungen:

  • Windows Server 2016 oder Windows Server 2012R2 als Member Server in einer Domäne
  • WinRM Service ist aktiv
  • PowerShell Execution Policy und PowerShell Remoting ist eingeschaltet inkl. der Firewall Rules
  • administrativer Account, welcher für die Ausführung von PowerShell-Scripten auf dieser Maschine berechtigt ist

Öffnen Sie die PowerShell als Administrator und verwenden Sie folgende Befehle:

  • Get-ExecutionPolicy bzw. Set-ExecutionPolicy
  • Enable-PSRemoting -Force

Prüfen Sie, ob die PowerShell Einstellungen auf beiden virtuellen Maschinen mittels GPO gesteuert werden! Zur Konfiguration der PowerShell-Einstellungen können Sie auch die PowerShellConfigWizard.EXE  aus unserem Setup Paket verwenden.

Wenn Sie mit Firewalls oder Proxies arbeiten

Stellen Sie sicher, dass die beiden Test VMs vom Client mittels Browser über HTTP erreichbar sind. Neben Port 80 wird auch der Port 8091 für die REST-Kommunikation mit dem ScriptRunner Web Service Interface benötigt. Für die Kommunikation zwischen dem ScriptRunner Host und der Remote Maschine über PowerShell wird der Standard Port für PowerShell 5985 verwendet.  Dieser sollte in einer ggfs. dazwischenliegenden Firewall freigeschaltet sein.

Bei Aktivierung der PowerShell Execution Policy und Remote Powershell werden alle notwendigen Einstellungen an der lokalen Windows Server Firewall automatisch vorgenommen.

Hier erfahren Sie mehr über die verwendeten Protokolle und Ports im Detail.

Schnelle Installation

Verwenden Sie zum Durchführen der Installation ausschließlich die aktuellen ScriptRunner Setup-Dateien.

Wichtiger Hinweis:  Ein Link auf den Download der Setup-Dateien wurde Ihnen in der gleichen E-Mail mit dem Link auf diesen Artikel zugesendet.

  1. Erstellen Sie einen Snapshot der ScriptRunner Host VM vor der Installation.
  2. Entpacken Sie die ZIP-Datei mit den Setup-Dateien auf der ScriptRunner Host VM
  3. Führen Sie zuerst SetupScriptRunnerService_version.EXE aus.
    Es werden der zentrale Dienst und alle Funktionen des ScriptRunner Hosts sowie ein Set an Performance-Countern installiert.

    Wichtiger Hinweis: Ändern Sie die Gruppe für die ScriptRunner Administratoren auf der entsprechenden Setup-Page. Geben Sie dazu den Gruppennamen der von Ihnen dafür angelegten Sicherheitsgruppe ein und drücken Sie verifizieren. Anschließend wird Ihnen der Security-Claim dieser Gruppe angezeigt. Sollte ein Fehler auftreten, so ist die Verbindung des ScriptRunner Hosts zum Active Directory gestört.

    Hinweis: Sie sollten auf der Setup-Page für die PowerShell-Konfiguration die Option „Remote Signed“ auswählen. Das entspricht der Standardeinstellung für Windows Domänen.

    • Kontrollieren Sie den neu installierten „AppSphere ScriptRunner Service“. Dieser muss gestartet sein.
    • Treten Fehler bei der Installation auf, so prüfen Sie das Setup-Log in Drive:\Program Files (x86)\AppSphere\ScriptRunnerService

  4. Führen Sie anschließend SetupScriptRunnerWebApps_version.EXE  mit der Option „Deploy to IIS“ aus.

    Wichtiger Hinweis: Geben Sie auf der entsprechenden Setup-Page den vollständigen FQDN des ScriptRunner Hosts an und verwenden den Standard-Port 8091. Lassen Sie die SSL inaktiv!

    Hinweis: Bei der Installation prüft das Setup, ob der ScriptRunner Web Service unter der angegebenen URI per HTTP (oder HTTPS) erreichbar ist.

Wenn Sie auf Ihren Admin und DevOps Clients das ScriptRunner ISE PlugIn verwenden wollen, so führen Sie SetupScriptRunnerTeamApps_version.EXE  dort jeweils aus und wählen die Option „ISE Plugin“ aus und die beiden anderen Apps ab. Wenn Sie das ISE PlugIn nutzen wollen, muss Ihr Client-Anmelde-Account Mitglied in der Sicherheitsgruppe für ScriptRunner Administratoren sein.

Optional können Sie zusätzlich alle Team Apps auf dem ScriptRunner Host installieren.

Einfache Erstkonfiguration am Host

Für die einmaligen Einstellungen am ScriptRunner Host wird das PowerShell Modul ScriptRunnerSettings verwendet. Öffnen Sie PowerShell als Administrator. Geben Sie folgende Befehle ein:

  • get-asrlicense; es werden die Lizenzinformationen ausgegeben
  • get-asrservice; es wird der Status des ScriptRunner Dienstes ausgegeben
Example for Get-ASRLicense

Example for Get-ASRLicense

Zur Konfiguration der E-Mail-Notification-Funktionen über SMTP verwenden Sie folgende Befehle:

  • get-asremailnotificationconnector -verbose; dieser Befehl zeigt Ihnen die Standardeinstellungen an
  • set-asremailnotificationconnector -ON -Host SMTPhostname -Port portnummer -UseTLS yes/no -Sender scriptrunner@yourdomain -restart -verbose
    Wichtiger Hinweis: Für authentifizierten Versand die weiteren Optionen verwenden.
  • test-asremailnotificationconnector -recipient Empfänger@yourdomain; es wird  eine Testmail an den Empfänger gesendet und  auf der Konsole eine Rückmeldung über den Versandstatus gegeben.
    Hinweis: Bei Fehlern werden SMTP Fehlercodes angezeigt. Bitte schauen Sie zur Fehlersuche auch in den Logs Ihres Mailservers nach.
PowerShell Cmdlets in the ScriptRunnerSettings Module

PowerShell Cmdlets in the ScriptRunnerSettings Module

 

Ein erster Funktionstest

Melden Sie sich mit Ihrem administrativen Account an einem Client an und starten Sie einen Web-Browser. Geben Sie folgende URL ein:

  • http://FQDNihrerhostvm/scriptrunner/admin -> die Admin Web App wird geladen
  • Wählen Sie den grünen Button „Testen“.
  • Sie können optional die Sprache in der App umschalten. Dazu wählen Sie die Sprache rechts oben in der Top Bar der Anwendung aus.

Wenn Sie den Internet Explorer verwenden, muss die Domainkennung aus dem FQDN des ScriptRunner Hosts in den Security Settings der Local Intranet Zone eingetragen sein.
Wichtiger Hinweis: Unter Umständen werden diese Einstellungen per GPO für den Browser gesetzt und die Domain des ScriptRunner Hosts ist nicht aufgeführt!

Optional können Sie die Admin App im Internet Explorer auf dem ScriptRunner Host direkt starten. Schalten Sie dazu die enhanced security options für den IE mit dem Server Manager ab. Verwenden Sie auch auf dem Host den FQDN in der URL.

ScriptRunner Admin App with Dashboard, top menu, main menu on the left and Action bar on bottom line

ScriptRunner Admin App with Dashboard, top menu, main menu on the left and Action bar on bottom line

Um die Funktionstüchtigkeit der Scriptausführung zu testen, führen Sie folgendes aus:

  1. Klicken Sie in der Admin Web App im Hauptmenü auf der linken Seite den Punkt „Actions/Aktionen“.
  2. Markieren Sie in der Listenansicht die Aktion mit dem Namen „Local: Add two values“.
  3. Starten Sie die Aktion mit dem Button „Run/Ausführen“ in der kontextorientierten Action Bar am unteren Rand der Applikation. Es erscheint der Action Wizard im RUN Mode mit einer Eingabemaske für die PowerShell Parameter mit zwei vorausgefüllten Feldern.
  4. Klicken Sie nun den Ok-Button am unteren Rand des Wizards. Nun wird das PowerShell-Script ausgeführt, welches zwei Zahlen addiert.
  5. Nach der Ausführung des Scriptes erscheint ein grüner Balken in der Zeile der Aktion. Klicken Sie auf den Balken und lassen Sie sich den Report anzeigen.
  6. Wiederholen Sie die Ausführung der Aktion und wählen Sie dabei andere Möglichkeiten aus. Beachten Sie, dass Zahlen und Strings nicht gemischt addiert werden können.
  7. Wechseln Sie nun über das Hauptmenü in das Dashboard. Dort können Sie sowohl einzelne Reports anklicken als auch verschiedene Darstellungsoptionen nutzen.
  8. Klicken Sie im Dashboard den Button Reports in der Action Bar unten. In der Reportdarstellung können Sie nun die einzelnen Reports durchblättern und die verschiedenen Darstellungsoptionen rechts oben im Reportfenster verwenden.
Contextual Action bar with help button

Contextual Action bar with help button

 

Konfigurieren Sie nun zuerst eine Gruppe in der Rolle „ScriptRunner Operatoren“. Anwender mit dieser Rolle dürfen die ScriptRunner Delegate Web App nutzen und vorkonfigurierte PowerShell Aktionen starten, ohne dass diese administrative Rechte auf die Zielsysteme benötigen. Dazu führen Sie folgendes aus:

  1. Wechseln Sie in das Hauptmenü Delegation.
  2. Klicken Sie auf den Button „Create/Erstellen“. Der Wizard zum Anlegen von Operatoren Gruppen und Operatoren Accounts öffnet sich.
  3. Vergeben Sie einen Anzeigenamen für die Gruppe und wechseln Sie auf die nächste Wizardseite.
  4. Geben Sie den Namen der Sicherheitsgruppe im AD für die Service Desk ein und drücken den Button zum Verifizieren. Im Feld Claim Typ erscheint ein String mit group-sid am Ende.
  5. Wechseln Sie in die Zuweisungsseite und klicken Sie die Aktion „Local: Add two values“ aus der Liste an. Eine Mehrfachauswahl kann mit CTRL-Maustaste erfolgen.
  6. Schließen Sie die Anlage und Zuweisung mit OK ab.
  7. Wechseln Sie in das Hauptmenü „Actions/Aktionen“ und klicken Sie die Aktion an.
  8. Klicken Sie in der Action Bar unten den Button „Delegate/Delegieren“. Der Action Wizard öffnet sich im EDIT Mode und stellt die Konfigurationsseite für die Delegation für diese Aktion dar.
  9. Geben Sie einen Tag-Bezeichner „MeinRegister“ ohne Leerzeichen ein und drücken die Tab-Taste. Wählen Sie eine Farbe für die Aktionskachel in der Delegate App aus.
  10. Schließen Sie mit OK ab.

ScriptRunner Delegate App with login as Service Desk user (example)

Melden Sie sich nun an einem Client mit Ihrem Standardbenutzer-Account an und starten einen Web-Browser. Geben Sie folgende URL ein:

  1. http://FQDNihrerhostvm/scriptrunner/delegate -> die Delegate Web App wird geladen.
  2. Wählen Sie nun das Register „Alle“ und anschließend das Register „Mein Register“.
  3. Klicken Sie die Kachel an. Es erscheint eine Eingabemaske für die PowerShell Parameter mit den beiden vorausgefüllten Feldern.
  4. Geben Sie in das Feld „Reason/Ursache“ einen Kommentar zur Aktion ein, z.B. einen Bezug zu einer Ticketnummer.
  5. Starten Sie die Aktion durch Drücken des RUN Buttons in der Action Bar am unteren Rand.
  6. Warten Sie die Ausführung ab.
  7. Klicken Sie im modalen Anzeigefenster den Link „Report“ oder in der Action Bar den Button Reports.
  8. Wiederholen Sie die Ausführung der Aktion und wählen Sie dabei andere Möglichkeiten aus. Beachten Sie, dass Zahlen und Strings nicht gemischt addiert werden können.

Wechseln Sie nun in die Admin App auf das Hauptmenü „Actions/Aktionen“ und wählen Sie die Aktion „Local: Add two values aus“. Klicken Sie nun auf den Button „Reports“ in der Action Bar unten. Anschließend können Sie alle Reports durchblättern etc. Achten Sie dabei auf die unterschiedlichen Informationen im Meta-Datenblock oben.

Mein erstes Script mit PowerShell Remoting

Nach einem erfolgreichen ersten Funktionstest wird nun das System zum Testen des Remote Managements mit PowerShell in ScriptRunner eingebunden und eine Aktion so konfiguriert, dass ein Script auf der entfernten Maschine ausgeführt werden kann.

ScriptRunner Infobox on each wizard page

Dazu gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wechseln Sie in der Admin Web App auf das Hauptmenü „Credentials/Administrative Konten“ und klicken den Button „Create/Erstellen“.
  2. Erfassen Sie einen administrativen Account, welcher berechtigt ist, PowerShell-Scripte auf dem Remote System auszuführen.

    Wichtiger Hinweis: Erstellen Sie Domänen-Accounts in der Schreibweise domain\account.

  3. Schließen Sie den Vorgang mit OK ab.
  4. Wechseln Sie nun in den Hauptmenüpunkt „Targets/Zielsysteme“ und markieren das Target mit dem Namen „Sample Target“.
  5. Klicken Sie den Button „Edit/Editieren“ in der Action Bar unten. Der Konfigurations-Wizard öffnet sich im EDIT Mode.
  6. Ändern Sie den Displaynamen und den FQDN auf den tatsächlichen FQDN des Remote Systems.
  7. Wählen Sie das PS Remoting Credential aus.
  8. Schließen Sie mit OK ab.

Nachdem das entfernte System in ScriptRunner bekannt ist und die Ausführung mit dem eingerichteten Credential verknüpft wurde, wird nun eine PowerShell Script Policy erstellt. Um den Vorgang zu vereinfachen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Wechseln Sie in der Admin Web App auf das Hauptmenü „Actions/Aktionen“ und markieren „Local: Add two values“.
  2. Klicken Sie nun den Button „Copy/Erstellen“ in der Action Bar unten. Es wird eine Copy erstellt und in der Liste angezeigt.
  3. Markieren Sie in der Liste die Kopie und klicken Sie „Edit/Editieren“ in der Action Bar unten. Der Wizard öffnet sich im EDIT Mode.
  4. Wechseln Sie durch anklicken auf die erste Wizard Page „Action Properties“ und ändern Sie den Namen der Aktion, z.B. auf „Mein Remote Test“.
  5. Wechseln Sie durch anklicken auf die zweite Wizard Page „Select Targets“ und wählen Sie das von Ihnen konfigurierte Remote System aus.
  6. Überspringen Sie die dritte Wizard Page.
  7. Wechseln Sie durch anklicken auf die vierte Wizard Page „Assign Parameter Values“ und wählen in beiden Dropdown-Menus den Wert „Select a value“ aus.
  8. Wechseln Sie durch anklicken auf die fünfte Wizard Page „Set Result Options & Notifications“. Markieren Sie E-Mail Notifications, wählen Sie die Option „Always“ und tragen Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.

    Hinweis: Für die ordnungsgemäße Funktionsweise muss der E-Mail Notification Connector, wie oben beschrieben, eingerichtet sein.

  9. Schließen Sie mit OK ab.

Nun ist die PowerShell-Script Policy für einen Test mit PowerShell Remoting eingerichtet. Zum Testen mit der Admin Web App und der Delegate Web App absolvieren Sie mit der Aktion „Mein Remote Test“ die Schritte wie oben im Abschnitt Erster Funktionstest beschrieben.

Wichtiger Hinweis: Sollten bei der Ausführung Fehler auftreten, so lesen Sie die PowerShell Fehlermeldung im Report sorgfältig und überprüfen Sie bitte folgende Einstellungen:

  • auf dem Remote System:
    • WinRM Service muss aktiv sein.
    • PowerShell Execution Policy muss eingeschalten und auf „Remote Signed“ konfiguriert sein.
    • PowerShell Remoting muss aktiviert sein.
    • Der unter Credentials eingetragene und für das Remoting verwendete Account muss Rechte zum Ausführen von PowerShell-Scripten haben.
    • Hinweis: Eine domainweite PowerShell GPO kann andere Einstellungen wirksam werden lassen!
  • auf dem ScriptRunner Host:
    • Prüfen Sie an den Target-Einstellungen, ob das passende Credential zugewiesen wurde.
    • Prüfen Sie an den Aktionseinstellungen, ob das passende Target ausgewählt wurde.
    • Falls ein Fehler in der Authentifikationsmethode aufgetreten ist, können Sie diese auf der Wizard Page „PS Remoting Session Setting“ unter der Option „use a non-default PS Remoting authentication method“ ändern, z.B. auf Kerberos.
    • Geben Sie das Passwort für Ihr Credential korrekt ein.

Nachdem Sie ScriptRunner erfolgreich installiert und getestet haben, ist es nun Zeit für eine…

Online PoC-Session mit uns

Eine 1-stündige Online PoC-Session hilft Ihnen dabei, die vielen Einsatzmöglichkeiten und die umfangreichen Funktionen von ScriptRunner besser kennen zu lernen. Im Ergebnis können Sie besser einschätzen und planen, welche Ihrer Use Cases Sie wie umsetzen möchten. Sie lernen außerdem unsere Action Packs kennen und können diese sofort für Ihre Anwendungsfälle nutzen.

PoC ScriptRunner Websession

In einer Online PoC-Session lernen Sie die vielen Einsatzmöglichkeiten und die Funktionen von ScriptRunner besser kennen.

Die Online PoC-Session beinhaltet folgende Themen in einer Übersicht und berücksichtigt in Absprache mit Ihnen Ihre Schwerpunkte:

  • kurzer Review der von Ihnen vorgenommenen Installation und Beantwortung von Fragen rund um die Host Konfiguration
  • Kurzeinweisung in den Funktionsumfang der Admin Web App
    • Hauptmenü, Ansichten, kontextsensitive Action Bar, zusätzliche Ansichten
    • Tag-System, Filter, gefilterte Ansichten
    • Hilfe, Infoboxen, ToolTipps und Supportfunktionen
  • erster Überblick zu Aufbau und Arbeitsweise von Aktionen mit PowerShell Script Policies
    • Action Wizard, Unterschiede in den Wizard Modi EDIT und RUN
    • Erstellen, Ändern und Testen von Aktionen
    • Vorbelegungsfunktionen für Parameter
  • erster Überblick zu Targets, Containern und Credentials
    • Einrichtung von Targets, Containern und Credentials zur lokalen und remoten Verwendung
    • PowerShell Remoting Modi für Windows, Exchange, Skype4Business u.a.
  • erster Überblick zu dynamische Parametern mit Queries
    • Funktionsweise von Queries
    • Einrichten einer AD-Query
    • Einbinden einer Scripted-Query
  • erster Überblick zur Delegation von Aktionen
    • Menu, Funktionen und Suche in der Delegate Web App
    • Generische Forms und Validierungen
    • Delegation von Aktionen, Registerkarten mit View-Tags
  • optional: Verwendung der ISE App für die Scriptentwicklung
  • optional: Einrichtung Office365 Services

Wichtig – Support während der Testphase

Während Sie ScriptRunner 30 Tage vollumfänglich kostenfrei testen können, erhalten Sie in dieser Phase auch technische Unterstützung von uns. Ihren Supportkontakt sowie alle notwendigen Informationen dazu erhalten Sie in unserer Online-PoC Session.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ohne gemeinsame PoC-Session und ohne Einweisung in unser Produkt keinen Support für unsere Automationsplattform leisten können.

 
Kontakt aufnehmen!

Frank Kresse

Frank Kresse

Head of Products bei ScriptRunner
Frank Kresse ist verantwortlich für die technische Entwicklung von ScriptRunner. Als Erfinder der Automations- und Delegationslösung für PowerShell berät er Kunden bei Use Case Szenarien und entwickelt Lösungen für die Automation und Digitalisierung ihrer Prozesse. Darüber hinaus engagiert er sich bei Tech-Startups.
Frank Kresse